Leinen im Alter

Leinen werden vor dem Ausliefern mit sehr hoher Last vorgereckt und in diesem Zustand zusammen mit einer Beschichtung verbacken. Bricht diese „Verbackung“ auf, wird die Leine an dieser Stelle etwas dicker und somit kürzer. Das kann durchaus schon einmal ein Prozent der Gesamtlänge sein. Uns sind Fälle eines Herstellers bekannt, bei denen sich Steuerleinen um einen halben Meter verkürzt haben. Schlimm ist das jedoch noch nicht. Dennoch sind Leinen Verschleißteile, die irgendwann getauscht werden müssen. Wann genau, ist leider nicht immer zu erkennen. Wir können daher auch nur eine grobe Orientierung mit dem Verweis auf die Eigenverantwortung bieten.

Flugleine

Ein klares Zeichen, dass eine Leine getauscht werden sollte: Ein Knoten, der sich nicht mehr lösen lässt. Weniger einfach wird es beim normalen Verschleiß. Oft sind sie dort besonders aufgerieben, wo sie nach Rotationen beim Lenken gegeneinanderreiben. Manchmal ist es dann möglich, die Leinen umzudrehen, damit sie an einer anderen Stelle reiben. Gab es Kontakt mit anderen Leinen oder einem scharfen Gegenstand, so sollte man die ganze Leine sehr genau untersuchen und gegebenenfalls tauschen.

Depowertampen

Depowertampen, auch Centerlines genannt, reiben ständig an der Öse der Bar und verschleißen somit auch am meisten. Je nach Bar und Gebrauch müssen sie mitunter sogar mehrmals pro Saison getauscht werden. Die Tampen, die wir verwenden, haben eine spezielle abriebfeste Beschichtung und sind sogar oft deutlich günstiger als die Originalen. Wennder Tampen leicht angeraut ist und Fasern zu sehen sind, ist noch kein Alarm geboten. Ein Ersatzteil im Bag ist bei einer Centerline sicherlich nie ein Fehler, aber ein Reißen ist jetzt noch unwahrscheinlich.

Ein ziemlich sicheres Zeichen: Wenn sich an einer Stelle eine Kerbe im Tampen gebildet hat, ist es höchste Zeit. Der Tampen sollte unbedingt getauscht werden, um eine Schwimmeinlage oder einen Absturz beim Springen zu verhindern.